Was ist Hypnosystemik?


Hypnosystemische Therapie ist ein psychotherapeutisches Modell, das Methoden ericksonscher Hypnotherapie in systemische Therapieansätze integriert. Die Grundidee dazu ist, dass beide Therapieansätze von dem nahezu gleichen Verständnis ausgehen, wie Veränderung im Patienten geschieht. Probleme werden, so eine Prämisse, autohypnotisch erzeugt, indem sie die Wahrnehmung einengen (Problemtrance). Der Therapeut verhilft zur Lösungstrance durch Fokussierung auf eigene Ressourcen.

Die Hypnosystemische Therapie ersetzt die formalen Tranceinduktionen traditioneller Hypnoseansätze durch Nutzung und Verstärkung natürlich auftretender Tranceprozesse. Entsprechend sind Suggestionen, statt in einen hypnotischen Monolog des Therapeuten, meist in das Klientengespräch eingebettet.

Dr. Gunther Schmidt, Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, hat nach langjähriger Zusammenarbeit mit Helm Stierlin und nach Hospitationen bei Milton Erickson seit 1980 das hypnosystemische Integrationsmodell entworfen und weiterentwickelt. Es besteht eine Verwandtschaft der Methoden mit dem lösungsorientierten Ansatz nach Steve de Shazer und Insoo Kim Berg sowie dem Neuro-Linguistischen Programmieren.

Quelle: Wikipedia


Ob zum Beispiel etwas als Kompetenz, als verstehbarer, womöglich wertschätzbarer Lösungsversuch oder gar als adäquate Lösung für bestimmte Ziele unter bestimmten Situationsbedingungen verstanden werden kann oder ob genau das gleiche Phänomen eher als Inkompetenz, Krankheit, Versagen gesehen wird, hängt ausschließlich vom Kontextrahmen ab, in denen man es stellt und in dem man es sieht.

Dr. Gunther Schmidt / „Liebesaffären zwischen Problem und Lösung“